Aus den Feuerwehren Mittelsachsen Brand in Saalbach war größter Einsatz

Harthaer  Wehr zieht Bilanz

Das vergangene Jahr war nicht nur für die Harthaer Feuerwehrleute (Altkreis Döbeln)
ein außergewöhnliches. Damit meinte Stadtwehrleiter Rene Greif die Wirtschaftskrise
die Schweinegrippe, die Abwrackprämie und mehr.
Zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr


am 19. Februar 2010 zog der Wehrleiter Bilanz. Die Harthaer Feuerwehrleute, dazu zählen auch die aus den Ortsteilen, waren im Vorjahr insgesamt über 2000 Stunden im Einsatz, um Menschenleben sowie Hab und Gut zu retten. Die Kameraden wurden zu 19 Bränden und neun technischen Hilfeleistungen gerufen. Im Durchschnitt hat jeder Kamerad der Harthaer Wehr 56 Stunden geholfen oder sich für seinen Einsatz geschult. Allein 1000 Einsatzstunden stehen für den Stallbrand in Saalbach am 15. November 2009 zu Buche.

Schwierige Einsätze

Zum Stallbrand in Saalbach waren damals als mehr als 200 Kameraden aus der Region mit 46 Fahrzeugen im Einsatz, welcher mehr als 30 Stunden dauerte.
Dieser Brand hat alle anderen getoppt, so Rene Greif. Weil das im Dorf vorhandene Löschwasser nicht ausreichte, musste eine 1,5 Kilometer lange Wegstrecke aufgebaut werden. Hierbei galt es, einen Höhenunterschied von 80 Metern zu bewältigen. Gut, dass wir diesbezüglich von unseren Wissen aus einer Übung im Jahre 2007 profitieren und die Wasserstrecke so schnell aufbauen konnte, sagte Greif in seinen Ausführungen. Vor dem großen Brand der Scheune rückten die Feuerwehren schon zwei mal zu Bränden nach Saalbach aus.
Ein weiterer schwieriger Einsatz war der Brand im altersgerechten Wohnblock an der Straße der Jugend 75, am 19. April 2009 in der Stadt. Wegen der starken Rauchentwicklung im Treppenhaus  mussten die vorwiegend älteren Bewohner über die Balkone mittels drei Drehleitern gerettet werden.
An der Evakuierung der Mieter waren 70 Kameraden aus der Region und 60 Helfer des DRK beteiligt.
Um Strategie und Taktik der Zusammenarbeit der Stadtwehren im Ernstfall ging es bei einer Übung bei der Firma Holzbau Weber in Wendishain. Dort machte der alte W50  schlapp. Die Reparatur war nur eine Schadensbegrenzung, so der Wehrleiter.
Viel  mehr Sorgen bereitete den Feuerwehrleuten die kaputte Heckpumpe am Löschgruppenfahrzeug. Wegen der Reparatur war das Fahrzeug  sechs Wochen außer Dienst, da war Improvisation gefragt.


Kritik an Verwaltung

In der anschließenden Diskussion konnten die Feuerwehrleute nicht verstehen, dass das Konjukturpacket II noch die Abwrackprämie bei Ihnen spurlos vorbei gegangen sind. Es hätte sicher Möglichkeiten gegeben um mit viel Fördergeld die mehr als 30 Jahre alte Technik teilweise auszutauschen. Von seitens der Wehrleitung habe es frühzeitig eine Zuarbeit gegeben. Zumindest habe man erwartet, dass sich die Verwaltung trotz unklarer Fördermodalitäten einen - Zugriff- hätte offen halten können.
Investiert wurde trotzdem - in die neue Einsatzbekleidung für die Gersdorfer und Wendishainer Feuerwehrleute. Die kostete 18 000 Euro. Außerdem wurde die elektrischen Anlagen des Gersdorfer Depots in Ordnung gebracht.
Nun hoffen die Harthaer  Floriansjünger, dass es mit der Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges klappt.

Von : Stephan Langhanki

 
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